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Iranisches Atomprogramm EU "äußerst besorgt" über Wiederaufnahme von Irans Urananreicherung

Die EU hat sich "äußerst besorgt" über Irans Ankündigungen zur Anreicherung von Uran gezeigt. Die EU fordere den Iran "nachdrücklich" auf, "alle Aktivitäten zu stoppen und rückgängig zu machen", die im Widerspruch mit dem internationalen Atomabkommen stünden, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini am Montag.

Für eine genaue Bewertung wolle sie aber noch einen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) abwarten, die als einzige Organisation die Lage unabhängig einschätzen könne. Die EU-Sprecherin sagte, Brüssel sei in Kontakt mit den anderen Partnern des Atomabkommens, um "über die nächsten Schritte" zu beraten. Sie verwies darauf, dass das Abkommen auch einen Streitschlichtungsmechanismus beinhalte.

Nach einem Bericht der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Isna hat der Iran Uran am Montag auf über 4,5 Prozent angereichert. Dies läge über der Schwelle von 3,67 Prozent, die im internationalen Atomabkommen von 2015 vereinbart worden war.

Die USA waren im vergangenen Jahr aus dem Atomabkommen ausgestiegen und hatten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran wiedereingeführt. Die iranische Regierung kündigte als Reaktion im Mai eine Reihe von Schritten an, sollten die verbliebenen Vertragsparteien ihr nicht entgegenkommen. Teheran beklagt, dass Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China zu wenig tun, um die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen trotz der US-Sanktionen aufrechtzuerhalten.

Quelle: n-tv.de, AFP

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