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600 Millionen Euro für neue Technologien EU will Flugverspätungen bekämpfen

Die EU-Kommission stellt bis zu 600 Millionen Euro bereit, um den unzähligen Verspätungen im Flugplan und umständlichen Flugrouten ein Ende zu setzen.

Das Geld soll Behördenangaben zufolge in die Forschung und Entwicklung von Technologien zur Verbesserung der Routenplanung und Luftraumüberwachung investiert werden. Laut Kommission fliegt derzeit jedes Flugzeug im Schnitt 42 Kilometer weiter als im Idealfall, weil der Luftraum über Europa nicht effektiv genug genutzt wird.

"Der europäische Luftraum und die Flughäfen stehen kurz vor einem Kollaps", erklärte Verkehrskommissar Siim Kallas. Die Zunahme von Flügen werde zu "Chaos" führen, wenn der Luftraum nicht besser gemanagt werde, warnte er. Die Kommission arbeitet seit Jahren im Rahmen des Einheitlichen Europäischen Luftraums (Single European Sky) an einer Reform: Insbesondere geht es darum, die Aufteilung des Himmels entlang nationaler Grenzen und Zuständigkeiten zu beenden und ihn zu größeren Blöcken zusammenzufassen, die zentral beaufsichtigt und gemanagt werden.

Die angekündigten Gelder dienen der Technologie, die den Einheitlichen Luftraum ermöglichen soll. Sie gehen an das Unternehmen SESAR, an dem neben der Kommission und der europäischen Flugbehörde Eurocontrol auch Unternehmen wie Airbus beteiligt sind. Die Gelder fließen unter anderem in die Entwicklung der Datenübertragung zwischen Flugzeug und Bodenstationen sowie in die Integration neuer Flugzeugtypen wie etwa Drohnen in das Luftverkehrsmanagement.

Quelle: n-tv.de, rts

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