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Corona-Krise Einzelhandel im Euro-Raum mit Rekord-Umsatzplus nach Corona-Lockerungen

Dank der Lockerungen in der Corona-Krise kehren die Shopper in der Euro-Zone wieder in die Geschäfte zurück. Der Umsatz der Einzelhändler kletterte von April auf Mai um 17,8 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung 1999, wie das die Behörde Eurostat am Montag mitteilte.

Im März und April hatte es wegen geschlossener Geschäfte noch Umsatzrückgänge von fast elf und gut zwölf Prozent gegeben. Aber der Einzelhandel hat diese Einbußen noch nicht wieder ganz wettgemacht, wie der Blick auf das Vorjahr zeigt: Die Umsätze lagen 5,1 Prozent unter dem Niveau von Mai 2019.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Hart trifft die Krise vor allem den Bereich Textilien, Bekleidung und Schuhe. Diese Handelssparte verbuchte zwar im Mai ein Umsatzplus von 147 Prozent zum Vormonat, aber zum Vorjahr gab es noch ein Minus von gut 50 Prozent. Gewinner der Krise ist der Versand- und Internethandel, der zwar zum Vormonat nur um sieben Prozent zulegte, aber auch zum Vorjahr mit über 31 Prozent als einziger Bereich massiv im Plus ist.

Auch in Deutschland gab es mit 13,9 Prozent zum Vormonat ein deutliches Plus. In Frankreich lag der Anstieg sogar bei über 25 Prozent - allerdings waren dort die Einbrüche in den Vormonaten auch deutlich stärker. Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland ist trotz Aufwärtstrend weiter im Corona-Tief, wie der Handelsverband HDE zu seiner aktuellen Konsumenten-Umfrage unter 2000 Personen mitteilte. "Das HDE-Konsumbarometer steigt im Juli zwar an, erreicht aber lediglich den Wert aus dem April, in dem es zum ersten größeren Einbruch im Zuge der Corona-Pandemie kam."

Quelle: ntv.de, reuters

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