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Konsequenzen der Energiewende EnBW legt Kraftwerksblöcke still

Der Versorger EnBW will an zwei Standorten in Baden-Württemberg vier konventionelle Kraftwerksblöcke außer Betrieb nehmen.

Die Anlagen haben zusammen eine Kapazität 668 Megawatt. Das sind gut 15 Prozent der Gesamtleistung aus konventionellen Kraftwerken der EnBW. Grund sei, dass die Anlagen durch den Ausbau erneuerbarer Energien nur noch selten zum Einsatz kämen und nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben wären.

Über den Zeitpunkt der Außerbetriebnahme entscheide der Übertragungsnetzbetreiber in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur, teilte EnBW weiter mit. Die beiden Stellen müssten zunächst die Systemsicherheit prüfen.

Der drittgrößte deutsche Energiekonzern steht seit dem Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie unter großem wirtschaftlichen Druck. Von seinen fünf Kernreaktoren in Neckarwestheim, Obrigheim und Philippsburg sind schon drei abgestellt. Der neue Vorstandschef Frank Mastiaux hatte Mitte Juni den Umstieg des Konzerns auf erneuerbare Energieerzeugung aus Wind, Wasser und Sonne angekündigt. Bis 2020 will die Energieversorgung Baden-Württemberg aus diesen Quellen 40 Prozent ihrer Energie gewinnen.

Außer Betrieb gehen sollen in Marbach ein heizölbefeuerter Kombiblock und die Gasturbine sowie zwei Steinkohleblöcke in Walheim. Für die davon betroffenen 100 Beschäftigten sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden, erklärte das Unternehmen weiter. Insgesamt hat die EnBW knapp 20.000 Mitarbeiter.

Video:
EnBW setzt auf eine steife Brise

Quelle: n-tv.de, DJ, rts

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