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Zukunft der Belegschaft offen Ende der Braunkohle-Ära in der Lausitz rückt näher

Die Lausitz ist dem Ende der Braunkohleförderung mit rund 8000 Arbeitsplätzen ein Stückchen näher gekommen. Nach dem Stopp der umfangreichen Ausbaupläne für die Förderung wird nach neuen Konzepten für die strukturschwache Region gesucht. Der Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburgs kündigte eine Sondersitzung an, um sich über die Pläne des Tagebaubetreibers Leag informieren zu lassen. In Sachsen will sich das Kabinett am Dienstag mit den Plänen befassen.

Der Tagebaubetreiber Leag hatte erklärt, dass es keinen neuen Tagebau im Gebiet Jänschwalde geben werde. Drei Dörfer mit rund 900 Einwohner bleiben erhalten. Im sächsischen Tagebau Nochten werden die geplanten Erweiterungen abgespeckt, statt 1700 sind nun noch rund 200 Einwohner betroffen. Auf spätestens das Jahr 2020 vertagt wurde eine Entscheidung über eine Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd bei Cottbus. Bis dahin soll klarer sein, wie die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien läuft.

Die rund 8000 Beschäftigten im Bergbau wurden in mehreren Belegschaftsversammlungen informiert. "Die Stimmung war sehr ruhig", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Bergbausparte von Leag, Rüdiger Siebers. Zwar habe sich manch einer mehr erhofft, aber es gebe jetzt bis zu 30 Jahre Planungssicherheit. Jedem sei klar, dass die Braunkohleförderung endlich sei. Jetzt müsse die Chance genutzt werden, neue Jobs zu schaffen - etwa auch mit Energiespeicherung oder Elektromobilität.

Quelle: n-tv.de, dpa

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