Kurznachrichten

Juristische Niederlage Ermittlungen gegen Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy: Verdachts auf Finanzierung durch Gaddafi

Der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy hat eine juristische Niederlage erlitten: Das Pariser Berufungsgericht entschied am Donnerstag, dass die gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegale Wahlkampffinanzierung aus Libyen fortgesetzt werden.

1078d54fbd3cef6c6792c518ac391965.jpg

(Foto: dpa)

Die Richter wiesen einen Einspruch Sarkozys weitgehend zurück. Auch gegen zwei frühere Minister wird weiter ermittelt. Bereits seit April 2013 gehen Untersuchungsrichter dem Verdacht nach, dass Sarkozys siegreicher Präsidentschaftswahlkampf 2007 von Libyens damaligem Machthaber Muammar al-Gaddafi mitfinanziert wurde. Laut Medienberichten sollen rund 50 Millionen Euro geflossen sein. Noch als Präsident nannte Sarkozy den Verdacht "grotesk".

Sarkozy ist wegen einer Reihe von Affären im Visier der Justiz: Ende November beginnt ein Prozess gegen ihn, in dem es um den Verdacht der Bestechung eines Staatsanwalts an Frankreichs Oberstem Gerichtshof geht. Der heute 65-Jährige war von 2007 bis 2012 Frankreichs Staatschef.

Quelle: ntv.de, AFP

Newsticker