Kurznachrichten

Ostfriesische Inseln Erste virtuelle Schule geht online

Schüler auf den sieben ostfriesischen Inseln und auf dem Festland in Esens können sich jetzt für den Unterricht in einem virtuellen Klassenzimmer zusammenschalten.

Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) gab am Donnerstag den Startschuss für das - nach Aussage Niedersachsens - einmalige Modellprojekt. Mit Hilfe der Online-Technik können Schüler etwa auf Borkum den Englischunterricht einer Lehrerin im Internatsgymnasium Esens verfolgen. Auch Klassenarbeiten an unterschiedliche Orten sind möglich.

Der Minister erhofft sich neben einer Unterrichtsverbesserung auf den Inseln mit zu wenig Fachlehrern auch neue Einsatzmöglichkeiten. Allein in Niedersachsen gebe es etwa 1200 langfristig erkrankte Schüler. E-Learning eröffne ihnen künftig neue Wege, Lerninhalte vom Krankenzimmer aus nachzuholen.

Die neue Technik soll auch viel Geld sparen. Bisher mussten Lehrer umständlich per Fähre ans Festland reisen und dort übernachten, um an Konferenzen teilzunehmen. Künftig sollen Videoschaltungen die Brücke zum Festland schlagen und auch Fortbildungen sowie Elternabende ermöglichen.

Rund 150 Schülerinnen und Schüler auf den sieben weiterführenden Inselschulen werden voraussichtlich von dem virtuellen Fernunterricht profitieren. Das Projekt läuft zunächst bis Mitte 2015, die Anschubkosten des Landes liegen bei 200 000 Euro.

Quelle: n-tv.de, dpa