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Vierte angezeigte Verletzung in 2016 Estland wirft Russland erneute Luftraumverletzung vor

Das baltische Nato-Mitglied Estland hat Russland erneut Verletzung seines Luftraums durch ein Militärflugzeug vorgeworfen. Das Außenministerium habe dem russischen Botschafter in Tallinn eine Protestnote überreicht, teilte die Armee mit. Den Angaben zufolge hat sich eine Transportmaschine vom Typ Antonow An-72 unerlaubt für fast eineinhalb Minuten nahe der Ostseeinsel Vaindloo im estnischen Luftraum aufgehalten.

Der russische Pilot hatte demnach die elektronische Kennung der Maschine eingeschaltet, hielt aber keine Kontakt zur Flugsicherung. Es war die vierte von Estland 2016 angezeigte Luftraumverletzung durch Russland.

Die Zeitung "Postimees" berichtete indes unter Berufung auf russische Militärexperten, dass die Flugzeuge der russischen Armee nicht mit modernen Transpondern ausgestattet seien. Stattdessen nutzten sie zur elektronischen Identifikation und Erkennung verschlüsselte Sender aus der Sowjetzeit. Diese könnten dem Bericht zufolge keine Signale an die zivile Luftsicherung übermitteln.

Die Nato und Russland werfen sich gegenseitig vor, dass ihre Kampfjets bei Übungsflügen über der Ostsee teils ihre Transponder abschalten. Diese Geräte übermitteln als automatischer Signalgeber wichtige Angaben zu einem Flugzeug, wie etwa Kennung und Position.

Quelle: ntv.de, dpa

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