Kurznachrichten
Montag, 21. September 2015

LKA ermittelt: FDP-Politiker erhält hunderte Morddrohungen

Der Mainzer FDP-Politiker Tobias Huch hat zahlreiche Morddrohungen im Internet erhalten, weil er sich gegen Flüchtlingshetze wendet. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Das LKA und das Polizeipräsidium beobachteten die Veröffentlichungen sehr genau und führten Strafmaßnahmen durch, sagte eine Sprecherin des LKA. Die "Bild" hatte zunächst über die Mails und die darauffolgenden Ermittlungen berichtet. Das LKA ging nicht näher auf den Schutz ein, wies aber darauf hin, dass der FDP-Politiker 2014 über Sicherheitstechnik beraten worden sei.

Huch wendet sich im Netz gegen extreme Islamisten und Rechtsradikale. Das Vorstandsmitglied der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz erklärte auf Facebook, er habe Hunderte Morddrohungen erhalten, vor allem von Mitgliedern der rechtsgerichteten türkischen Vereinigung "Graue Wölfe".

Huch drängt auf ein Verbot der Organisation. Mit einem Video über die Situation in Kriegsgebieten und gegen Flüchtlings-Hetze bei Facebook hatte er bereits für Aufmerksamkeit gesorgt: Über 6,5 Millionen Mal wurde das Video geklickt.

Quelle: n-tv.de

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