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Nach Corona-Ausbruch Fleischbetrieb in Dissen arbeitet wieder probeweise

Nach gut zwei Wochen Zwangspause wegen eines Corona-Ausbruchs hat eine Fleischfirma in Dissen im Kreis Osnabrück am Dienstag wieder mit dem stufenweisen Probebetrieb begonnen.

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(Foto: imago images/Sven Eckelkamp)

Ein Übergang in den Regelbetrieb hänge davon ab, dass nicht weitere Infektionen auftreten, sagte ein Sprecher des Landkreises. Der Betreiber habe zuvor ein umfassendes Hygienekonzept erstellen müssen. In dem Fleischzerlegebetrieb Westcrown hatten sich Mitte Mai zunächst 92 Beschäftigte mit dem neuen Coronavirus angesteckt. In einer zweiten Testrunde wurden 54 weitere Infizierte gefunden. Kontaktpersonen mussten in Quarantäne. Der Betrieb wurde eingestellt.

Im Probebetrieb dürften nur Personen arbeiten, die negativ getestet worden seien, teilte der Landkreis mit. Dem Betreiber sei aufgegeben worden, die Hygiene in Unterkünften seiner Werkvertragsarbeiter zu verbessern. Wie viele Fleischbetriebe in Deutschland beschäftigt das Unternehmen Leiharbeiter aus Osteuropa, die oft in Sammelunterkünften wohnen müssen. Gewerkschaften und Kirchen kritisieren diese Arbeits- und Wohnbedingungen seit langem. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen lassen nach mehreren Corona-Ausbrüchen in der Fleischindustrie Reihentests für die Beschäftigten durchführen.

Quelle: ntv.de, dpa

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