Kurznachrichten
Dienstag, 17. September 2013

100 Menschen reißen Zaun nieder : Flüchtlinge dringen in Melilla ein

Erneut haben hunderte Flüchtlinge versucht, von Marokko aus über einen Grenzzaun die spanische Exklave Melilla zu erreichen. Etwa 300 Menschen rissen im Morgengrauen einen Teil des sechs Meter hohen Grenzzaunes ein, wie spanische Regierungsvertreter in dem Gebiet erklärten. Etwa hundert von ihnen schafften es auf spanisches Gebiet.

Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Die Flüchtlinge hätten Sicherheitsbeamte mit Gegenständen beworfen, erklärten die Regierungsvertreter. Sieben Menschen wurden verletzt, unter ihnen auch einer der Flüchtlinge, der sich offenbar ein Bein brach, als er vom Zaun fiel.

Wer es bis in die Exklave schaffte, wird nun dort vorerst in einem Flüchtlingszentrum untergebracht. In Melilla leben rund 80.000 Menschen. Rund um die Stadt sowie um Ceuta, Spaniens zweiter Exklave in Marokko, verlaufen die einzigen Festlandgrenzen der EU mit Afrika. Daher versuchen immer wieder Flüchtlinge, dorthin zu gelangen.

Quelle: n-tv.de

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