Kurznachrichten
Montag, 13. November 2017

Laufbahn sei "lang und steinig": GEW fordert neue Karrierewege an Unis

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Schaffung neuer universitärer Karrierewege neben der traditionellen Professur gefordert. Personalstrukturen und Personalentwicklung müssten dringend modernisiert werden, wenn Hochschulen mit Arbeitgebern in Industrie und im Ausland konkurrieren wollten, erklärte die GEW in Frankfurt am Main. "Deutschlands Universitäten versuchen, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts mit einer Personalstruktur aus dem 19. Jahrhundert zu bewältigen", erklärte GEW-Vizechef Andreas Keller.

Wenigen Professoren stünden "Scharen" von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Lehrkräften gegenüber, die in aller Regel lediglich mit Kurzzeitverträgen abgespeist würden. Die Karrierewege seien "lang und steinig", es müsse weitere "verantwortungsvolle Dauerpositionen in Lehre, Forschung und Wissenschaftsmanagement" geben", ergänzte der Hochschulexperte.

Bund und Länder sollten die Hochschulgesetze und die Programme zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses überprüfen. Keller äußerte sich im Vorfeld der jährlichen Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am Dienstag in Potsdam. In der HRK sind aktuell knapp 270 deutsche Hochschulen vertreten.

Quelle: n-tv.de

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