Kurznachrichten
Mittwoch, 21. Februar 2018

Bachmann muss weg: Gauland und Meuthen plädieren für AfD-Kooperation mit Pegida

Die AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland und Jörg Meuthen haben sich für eine Wiederannäherung an die islamfeindliche Pegida-Bewegung ausgesprochen.

Dafür müsse aber der mehrfach vorbestrafte Gründer Lutz Bachmann "aus dem Schaufenster der Bewegung" verschwinden, weil die AfD sonst bürgerliche Wähler verlieren könne, sagte Gauland dem Magazin "Stern". Auch Meuthen nannte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" einen Rückzug Bachmanns als Bedingung, sprach sich grundsätzlich aber für ein Ende des selbstauferlegten Kooperationsverbots aus: "Es geht um Pegida Dresden, da sollte man das Kooperationsverbot, das wir haben, aufheben."

Im "Stern" relativierte Gauland zudem türkenfeindliche Äußerungen des AfD-Landeschefs von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg. "Das ist kein Rassismus, wenn ich sage: "Die Türken gehören nicht zu uns"", sagte er mit Blick auf Poggenburgs Aschermittwochsrede. Dieser hatte gesagt: "Diese Kameltreiber sollen sich dorthin scheren wo sie hingehören, weit, weit, weit hinter den Bosporus, zu ihren Lehmhütten und Vielweibern, hier haben sie nichts zu suchen." Dabei hatte er sich auf Kritik der Türkischen Gemeinde in Deutschland an Plänen für ein sogenanntes Heimatministerium bezogen. Der AfD-Vorstand mahnte Poggenburg ab. Die Türkische Gemeinde erstattete Anzeige.

Gauland selbst hatte vor wenigen Monaten über die türkischstämmige Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, gesagt, man solle sie "in Anatolien entsorgen".

Quelle: n-tv.de

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