Kurznachrichten

Nach Einführung des Mindestlohns Gehaltsniveau um 0,5 Prozent erhöht

Allein durch den gesetzlichen Mindestlohn steigen die Verdienste in Deutschland nach Einschätzung der Bundesbank um etwa einen halben Prozentpunkt. Vor allem für untere Lohngruppen in Ostdeutschland gab es deutlich höhere Stundenlöhne, hieß es im Monatsbericht der Bundesbank.

Insgesamt sei das Gehaltsniveau im Osten der Republik durch den Mindestlohn um etwa 1,75 Prozent gestiegen. Wenn unterstellt werde, dass die Untergrenze auf die Verdienste in Westdeutschland keinen Einfluss gehabt habe, ergebe sich daraus für Deutschland ein Beitrag zum Lohnanstieg von etwa 0,25 Prozent. Dieser Wert könne sich grob verdoppeln, wenn die Verdienste von allen Mini-Jobbern berücksichtigt würden. Dazu lägen aber noch keine Daten vor.

Ungelernte Arbeitnehmer im Osten verdienten demnach im ersten Quartal 2015 9,4 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 2014. Auch Branchen mit niedrigen Löhnen verzeichneten im Osten zum Teil zweistellige Anstiege, wie etwa in der Gastronomie mit 12,6 Prozent und bei den Wachdiensten mit zwölf Prozent.

Zum Teil trugen zu dem Lohnanstieg auch Branchenmindestlöhne bei, die von den Tarifpartnern vereinbart wurden, um für eine Übergangszeit bis Ende 2017 weniger als den gesetzlichen Mindestlohn zahlen zu dürfen. In Westdeutschland macht sich der Mindestlohn wegen des höheren Verdienstniveaus in unteren Lohngruppen weniger stark bemerkbar.

Quelle: n-tv.de, rts

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