Kurznachrichten

Spanische Infantin Cristina Gericht verschiebt Vorladung im Korruptionsskandal

Das Gericht von Palma de Mallorca hat die für Ende April angesetzte Vorladung der Tochter des spanischen Königs Juan Carlos wegen des Korruptionsskandals um ihren Mann Iñaki Urdangarín verschoben.

Damit solle der Justiz Zeit gegeben werden, über den Einspruch der Staatsanwaltschaft gegen eine Anhörung der Infantin Cristina zu entscheiden, teilte das Gericht am Freitag mit. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft wie angekündigt  Einspruch gegen die Vorladung Cristinas eingelegt. Ursprünglich hätte sie am 27. April vor Gericht erscheinen sollen.

Am Mittwoch hatte Richter José Castro Urdangaríns Ehefrau als «Verdächtige» vor Gericht geladen. Die Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofia wäre das erste Mitglied der Königsfamilie, das sich jemals wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens vor der Justiz erklären muss.

In Medien waren zuletzt Dokumente veröffentlicht worden, wonach Cristina von den Machenschaften ihres Mannes wusste. Gegen Urdangarín laufen Ermittlungen wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder. Er und sein früherer Geschäftspartner Diego Torres stehen im Verdacht, über eine gemeinnützige Stiftung, das Noos-Institut, Finanzmittel der Regionalregierungen auf den Balearen und in Valencia in Millionenhöhe veruntreut zu haben. Den beiden wird zudem Steuerbetrug vorgeworfen.

Quelle: n-tv.de, AFP