Kurznachrichten

Bangladesch Gerücht über Todesstrafe wegen Geldfälschung ausgeräumt

Die Bundesbank hat am Donnerstag angekündigt, ihre Kooperation mit Bangladesch in der Bekämpfung von Geldfälschung auszusetzen, nachdem Informationen laut wurden, Tätern drohe die Todesstrafe. Nun hat Bangladesch auf das Gerücht reagiert.

Geldfälschung soll nach einer Intervention der Bundesbank nun doch nicht in Bangladesch unter Todesstrafe gestellt werden. Die Notenbank des südostasiatischen Landes habe einen entsprechenden Vorschlag zurückgezogen, sagte Zentralbankgouverneur Atiur Rahman am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Rahmann erklärte, ihm sei selbst gar nicht bekannt gewesen, dass es einen solchen Vorstoß aus seinem Haus gegeben habe. "Da ist etwas fälschlicherweise rausgegangen ohne vorherige ausreichende Prüfung." Er selbst habe erst durch Reuters davon erfahren.

Die Bundesbank in Frankfurt hatte am Donnerstag angekündigt, die eigentlich ab Februar geplante technische Kooperation mit der Zentralbank von Bangladesch im Kampf gegen Geldfälschung wegen der Unverhältnismäßigkeit der Strafandrohung vorerst nicht zu beginnen. "Die Bundesbank ist zwar der Auffassung, dass Geldfälschung ein ernst zu nehmender Straftatbestand ist, hält aber die Androhung der Todesstrafe für unmäßig." Die deutsche Zentralbank berät weltweit seit Jahrzehnten andere Notenbanken in Sachen Geldwesen und Falschgeldprävention.

Quelle: n-tv.de, rts

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