Gesundheit

Familie Licht kann depressiven Schwangeren helfen

Basel (dpa/tmn) - Depressive Schwangere können ihre Symptome mit einer Lichttherapie in den Griff bekommen. Das belegt eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Basel.

Sie sei für Frauen eine gute Alternative, die während ihrer Schwangerschaft aus Angst vor Nebenwirkungen keine antidepressiven Medikamente einnehmen möchten. Die Lichtdusche sei für das Ungeborene dagegen ungefährlich.

Für die Studie wurden 27 Schwangere ausgewählt, die die Kriterien einer schweren Depression erfüllten. Sie wurden zufällig entweder mit weißem Licht (7000 Lux) oder in der Placebogruppe mit gedämpftem roten Licht (70 Lux) fünf Wochen lang behandelt. 7000 Lux entspricht etwa der Helligkeit an einem bewölkten Tag. Die Studie war «doppelt-blind» angesetzt, so dass weder die Patientin noch ihre Psychiater wussten, ob die Frauen eine wirksame Lampe erhalten hatten oder nicht. Die depressiven Symptome wurden wöchentlich mit verschiedenen Fragebogen erfasst.

Nach fünf Wochen berichteten 81 Prozent der Schwangeren mit Lichttherapie von einer deutlichen Besserung, 69 Prozent waren symptomfrei. In der Placebogruppe lagen die Werte bei 46 beziehungsweise 36 Prozent. Die Unterschiede waren statistisch signifikant, das heißt andere Einflussfaktoren konnten für diesen Effekt ausgeschlossen werden.

Literatur:

Wirz-Justice A., Bader A. et al.: A randomized, double-blind, placebo-controlled study of light therapy for antepartum depression. In: Journal of Clinical Psychiatry vom 5. April 2011. Die Kurzfassung der Studie kann im Internet in englischer Sprache aufgerufen werden.

Quelle: n-tv.de, dpa