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Medienbericht Grube sporadisch als Berater bei Tunnelbaufirma von "Stuttgart 21" tätig

Ex-Bahnchef Rüdiger Grube soll einem Medienbericht zufolge als Berater für einen Tunnelbauer arbeiten, der im Auftrag der Deutschen Bahn zwei Tunnel für den Großbahnhof Stuttgart 21 bohrt.

Grube habe Vertreter des Baufirma Herrenknecht zu Terminen mit Spitzenpolitikern und Bahn-Managern begleitet, berichtete der "Spiegel" am Freitag vorab. Darunter waren demnach Termine mit der ehemaligen Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU).

Grube wollte sich dem "Spiegel" gegenüber nicht zu dem Beraterjob äußern, ließ demnach aber mit rechtlichen Schritten drohen. Eine Sprecherin des Tunnelbauers bestätigte dagegen, dass Grube "nach seinem Ausscheiden als CEO bei der Deutschen Bahn sporadisch beratend" für die Firma tätig sei. Zur Höhe der "vereinbarten Honorarsätze" wollte das Unternehmen keine Angaben machen.

Grube war von 2009 bis Anfang 2017 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn. Als Bahnchef hatte er das Großprojekt Stuttgart 21 gegen heftige Kritik vorangetrieben. Zuletzt sorgte seine Millionen-Abfindung für das Jahr 2017 für Schlagzeilen. Laut dem Geschäftsbericht der Bahn hatte Grube 2,3 Millionen Euro Abfindung erhalten, obwohl er nach dem Beginn einer neuen Vertragslaufzeit Anfang 2017 nur 30 Tage im Amt gewesen war.

Quelle: n-tv.de, AFP

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