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Konzernumbau bei Autozulieferer Hunderte Continental-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau in Hannover

Wegen des geplanten Konzernumbaus mit der absehbaren Streichung von Stellen haben Mitarbeiter von Continental am Mittwoch vor der Firmenzentrale in Hannover demonstriert. Sie waren von Standorten aus ganz Deutschland angereist und appellierten vor einer Aufsichtsratssitzung an die Unternehmensleitung, das Konzept zur Neuausrichtung des Autozulieferers zu überdenken. Conti soll angesichts des Umbruchs der Autobranche künftig weniger Hydraulik und Technik für Verbrennungsmotoren anbieten - mit entsprechenden Folgen für die Jobs. Stattdessen will sich der Zulieferer unter anderem auf Elektronik, Sensorik und automatisiertes Fahren konzentrieren.

Die bisher vorgesehenen Qualifizierungsmaßnahmen reichten nicht aus, der Umbauplan selbst sei überhastet, kritisierte die Vizechefin der IG Metall, Christiane Benner: "Es müssen alle Beschäftigten mitgenommen werden." Die Veränderungen bei Continental bräuchten mehr Zeit, das Management dürfe sie nicht mit Verweis auf die schwierige Branchenlage möglichst schnell durchdrücken. Personalvorständin Ariane Reinhart erklärte: "Angesichts der Transformation unserer Industrien und rückläufiger Märkte leiten wir umgehend und vorausschauend über drei bis sieben Jahre die notwendigen Anpassungen ein." Man werde betroffene Mitarbeiter "bestmöglich unterstützen".


Quelle: n-tv.de, dpa

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