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"Konjunktur fehlt Schwung" Ifo-Index fällt im Mai stärker als erwartet

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai stärker eingetrübt als erwartet. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf 97,9 Punkte von 99,2 Zählern und damit das zweite Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte.

Ökonomen hatten nur mit einem leichten Rückgang auf 99,1 Punkte gerechnet. "Der deutschen Konjunktur fehlt es weiterhin an Schwung", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage ungünstiger, die Aussichten für die kommenden sechs Monate blieben unverändert.

Die deutsche Wirtschaft hat jüngst ihre Stagnation von Ende 2018 abgeschüttelt. Zwischen Januar und März zog die Konjunktur um 0,4 Prozent zum Vorquartal an. Das liegt vor allem an der robusten Inlandsnachfrage. So legte der Konsum angesichts von Rekordbeschäftigung und höheren Löhnen um 1,2 Prozent zu. Insgesamt droht der Wirtschaft 2019 allerdings ein maues Jahr. Die schwächelnde Weltkonjunktur, Unsicherheiten wie Brexit und Handelskonflikte belasten die Geschäfte. Die Bundesregierung rechnet deshalb nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent. 2018 hatte es zu 1,4 Prozent gereicht.

Quelle: n-tv.de, rts

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