Kurznachrichten
Montag, 13. Juli 2015

Oxfam: Im Jemen bahnt sich humanitäre Katatsrophe an

Das Bürgerkriegsland Jemen steuert nach Einschätzung der Hilfsorganisation Oxfam auch während der kaum beachteten Feuerpause weiter auf eine humanitäre Katastrophe zu. "Es ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit, wie lange die Vorräte noch ausreichen", sagte der Programmleiter für den Hilfseinsatz im Jemen, Tariq Riedl, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Das Leid der Bevölkerung sei durch Hilfsprogramme bald nicht mehr zu lösen: "Wir können keine 21 Millionen Menschen mit Essen und Wasser versorgen."

Oxfam teilte in einem offiziellen Statement mit, 20 Millionen Menschen im Jemen seien von der Versorgung mit Trinkwasser abgeschnitten, 400 000 Kinder durch Unterernährung gefährdet. Es drohten mehr Menschen durch den Versorgungsengpass zu sterben, als durch die Kämpfe. Trotz einer am Samstag begonnenen Waffenruhe gingen die Luftangriffe der saudisch geführten Militärkoalition und auch Kämpfe am Boden fast unvermindert weiter, so Riedl. Im Jemen hatten schiitische Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten in den vergangenen Monaten große Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht und den sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi zur Flucht nach Riad gezwungen. Saudi-Arabien und seine Verbündeten bombardieren seit Ende März Huthi-Stellungen.

Quelle: n-tv.de

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