Kurznachrichten

Erste ausländische Vakzine Indien startet Impfungen mit russischem Sputnik-V

In Indien wird nun auch der russische Corona-Impfstoff Sputnik V eingesetzt. Die ersten Impfungen mit dem Vakzin hätten am Freitag im zentralindischen Hyderabad begonnen, teilte der russische Staatsfonds RDIF mit.

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(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Sputnik V sei damit der "erste im Ausland hergestellte Impfstoff, der in Indien genutzt wird". Eine zweite Charge werde in den kommenden Tagen in Indien erwartet.

Die indischen Behörden hatten Sputnik V Mitte April eine Notzulassung erteilt. Mehrere in Indien ansässige Pharmafirmen, darunter Virchow Biotech und Hetero Biopharma, wurden zudem Lizenzen für eine örtliche Produktion des russischen Vakzins erteilt. Ziel der Unternehmen ist es, insgesamt mehr als 850 Millionen Impfstoffdosen pro Jahr herzustellen.

Wegen der dramatischen Lage geriet Premierminister Narendra Modi zuletzt zunehmend in die Kritik. Seine Regierung hatte ursprünglich angekündigt, bis Ende Juli 300 Millionen Menschen gegen Covid-19 zu impfen. Von diesem Ziel ist der Subkontinent allerdings weit entfernt. Bisher erhielten in Indien, dem weltweit größten Impfstoffhersteller, nur 38,2 Millionen Einwohner eine Impfung. Grund für die schleppende Kampagne sind unter anderem Lieferengpässe, Probleme mit dem Online-Buchungssystem für Impftermine sowie Verwaltungschaos.

In einer Ansprache an die Bevölkerung betonte Modi am Freitag, er könne das Leiden der Bevölkerung nachfühlen. "Wegen des Coronavirus haben wir Menschen verloren, die uns nahestanden. Der Schmerz, den unsere Bürger in den vergangenen Tagen erleiden mussten, empfinde ich genauso stark", sagte der Regierungschef.

Quelle: ntv.de, AFP

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