Neue ProduktionszahlenIndustrieproduktion in Deutschland stagniert im April trotz Plus im Baugewerbe

Die Industrieproduktion in Deutschland ist im April auf demselben Niveau wie im März geblieben.
Anstiege gab es etwa in der chemischen Industrie und in der Metallerzeugung, während die Autoindustrie weniger produzierte, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Das gesamte Produzierende Gewerbe legte dank eines deutlichen Anstiegs im Baugewerbe im Monatsvergleich um 0,4 Prozent zu.
Das Baugewerbe setzte nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums seine Erholung vom witterungsbedingten Einbruch zu Jahresbeginn fort. Im April wurde hier 2,4 Prozent mehr produziert. Zum Produzierenden Gewerbe zählt außerdem noch die Energieerzeugung, die im Monatsvergleich um 0,2 Prozent stieg.
Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion weiterhin rückläufig. Von Februar bis April lag sie 0,5 Prozent unter dem Wert der vorherigen drei Monate.
Die Industriekonjunktur stelle sich zu Beginn des zweiten Quartals "vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten und der gestiegenen Energiepreise recht verhalten dar", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Neben der verhaltenen Auftragsentwicklung zeichnet sich demnach zunehmend Anspannung in den Lieferketten ab. Es werde nun mit einer "Stabilisierung auf niedrigem Niveau" gerechnet.