Interpol zerschlägt NetzwerkAfrika: 651 Menschen bei Großrazzia gegen Cyberkriminalität festgenommen

Bei einem groß angelegten Einsatz gegen ein großes Cyberkriminalitätsnetzwerk sind laut Interpol in 16 afrikanischen Ländern in den vergangenen Wochen insgesamt 651 Menschen festgenommen worden.
Binnen acht Wochen sei ein Netzwerk zerschlagen worden, das hunderte, möglicherweise tausende Opfer um insgesamt etwa 38 Millionen Euro betrogen habe, teilte die internationale Polizeiorganisation am Donnerstag mit.
Zu den Formen des Onlinebetrugs hätten unter anderem irreführende Renditeversprechen, Betrug bei Zahlungsdienstleistungen und angebliche Investitionen in Kryptowährung umfasst, hieß es weiter. Die Ermittler beschlagnahmten bei Razzien nach Angaben von Interpol 2341 digitale Geräte und sperrten 1442 IP-Adressen, Domains und Server, die für Betrugsmaschen genutzt worden seien. Die Razzien fanden demnach zwischen Dezember und Januar statt.
An dem Einsatz gegen das kriminelle Netzwerk waren laut Interpol Sicherheitsbehörden in Angola, Benin, Kamerun, der Tschad, Gabun, Gambia, Ghana, die Elfenbeinküste, Kenia, Namibia, Nigeria, Ruanda, den Senegal, Uganda, Sambia und Simbabwe beteiligt.