Kurznachrichten

Westliches Ölembargo Iran fährt Verlust von rund 40 Milliarden Dollar ein

Paris, 13. Februar (AFP) - Das westliche Ölembargo hat dem Iran im vergangenen Jahr Verluste in Höhe von rund 40 Milliarden Dollar (fast 30 Milliarden Euro) beschert. Wie die Internationale Energieagentur (IEA) am Mittwoch mitteilte, ist die iranische Ölproduktion auf ihrem niedrigsten Stand «seit drei Jahrzehnten» angelangt.

Im Januar habe der Iran täglich 2,65 Millionen Barrel Öl produziert. Vor den Sanktionen, mit denen die internationale Gemeinschaft Teheran zur Aufgabe seines Atomprogramms bewegen will, betrug die Produktion demnach durchschnittlich 3,7 Millionen Barrel pro Tag.

Nach Einschätzung der IEA könnten die iranischen Ölexporte - und damit die Produktion - in den kommenden Monaten weiter sinken. Die Agentur begründet diese Prognose mit neuen Sanktionen der USA. Sie verbieten Importeuren, iranisches Öl weiterhin in Devisen zu zahlen. Stattdessen müssen sie die Gelder entweder auf ein gesperrtes Konto im eigenen Land überweisen oder aber auf einen Tauschhandel zurückgreifen.

Nachdem zunächst die USA und später die Europäische Union ein Embargo für iranisches Öl beschlossen, sind die wichtigsten Importeure heute China, Indien, Südkorea und Japan. Im vergangenen Monat hatte Teheran eingeräumt, dass seine Exporte wegen des Embargos seit März 2012 um rund 40 Prozent eingebrochen sind.

Insgesamt korrigierte die IEA ihre Prognosen für die Nachfrage nach Erdöl im laufenden Jahr leicht nach unten. Die Agentur rechnet nun mit einem Verbrauch von täglich 90,7 Millionen Barrel pro Tag - rund 90.000 Barrel weniger, als noch im Januar veranschlagt.

Quelle: n-tv.de, AFP

Newsticker