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Umstrittenes Rüstungsgeschäft Iran rechnet mit schneller Waffenlieferung

Der Iran rechnet nach dem Abschluss eines umstrittenen Rüstungsgeschäfts mit Russland mit einer schnellen Lieferung der zugesagten Flugabwehrraketen. "Wir haben einen Vertrag mit Russland unterzeichnet", sagte der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan im Staatsfernsehen. Demnach werde der Iran bis Jahresende "den Großteil" der zugesagten S-300-Raketen erhalten. Nach Angaben des Ministers sind auch bereits iranische Soldaten im Russland, die im Umgang mit dem Raketensystem geschult werden.

Das umstrittene Waffengeschäft war bereits im April nach dem vorläufigen Durchbruch der Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten und Deutschland bekannt gegeben worden. Am Montag hatte das staatliche russische Rüstungsunternehmen Rostec dann die Lieferung einer überarbeiteten Version der Raketen angekündigt.

Russland und der Iran hatten ursprünglich bereits 2007 ein Abkommen über die Raketenlieferung geschlossen. Der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew stoppte im Jahr 2010 aber die Auslieferung der Raketen, nachdem die UNO wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms Sanktionen verhängt hatte. Die S-300-Systeme können Flugzeuge und Raketen abschießen.

Quelle: n-tv.de, AFP

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