Kurznachrichten

Diplomatische Eiszeit Iran will Pilgerfahrten nach Saudi-Arabien aussetzen

Die diplomatische Krise zwischen dem Iran und Saudi-Arabien wegen des Jemen-Konfliktes spitzt sich weiter zu. Nun plant das iranische Parlament sogar eine vorübergehende Aussetzung iranischer Pilgerhaften nach Mekka. Die Aussetzung solle zunächst nur für die kleine Umra-Pilgerfahrt außerhalb der eigentlichen Hadsch-Saison gelten, sagte der Abgeordnete Mohammed Saleh Dschokar der Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch. Die Reise nach Mekka ist für alle Muslime eine der wichtigsten religiösen Rituale. Jeder Muslim sollte einmal im Leben eine große Wallfahrt (Hadsch) dorthin machen. 

Zwischen dem Iran und Saudi-Arabien herrscht schon seit Jahren diplomatische Eiszeit. Zunächst gab es Differenzen über Syrien, hinzu kamen dann die Angriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition gegen die Huthi-Rebellen in Jemen. Die schiitische Gruppe wird von Teheran unterstützt. Der Iran verurteilte die Angriffe und forderte ein sofortiges Ende der militärischen Operationen. Ohne Saudi-Arabien beim Namen zu nennen, warf Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei am Dienstag einigen islamischen Führern «Verrat» vor.

Quelle: ntv.de, dpa

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