Kurznachrichten

Bürgerkrieg in Syrien Islamische Rebellen greifen Zivilisten an

Im Norden des Bürgerkriegslandes Syrien haben islamische Rebellen einen Konvoi ziviler Lastwagen und Busse angegriffen und dabei eine Frau getötet.

Nach Angaben der der Opposition nahestehenden Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden 19 Menschen bei dem Angriff am Vortag verletzt, einige lebensgefährlich. Die Aufständischen hätten die Kolonne auf der einzig noch freien Straßenverbindung zur Millionen-Metropole Aleppo angegriffen. Der Beobachtungsstelle zufolge handelt es sich bei den Angegriffenen um armenische Christen.    

Die Gruppe Ahrar al-Scham hatte am Dienstag ein Video des Angriffs ins Internet gestellt und von einem Angriff auf einen Militärkonvoi gesprochen. Zu sehen sind brennende Fahrzeuge. Am Montag hatte eine andere Gruppe, die mit der Al-Kaida verbündete Dschabhat al-Nusra, erklärt, dass man jedes Fahrzeug auf der Straße nach Aleppo angreifen werde. In der Ankündigung wurden Zivilisten davor gewarnt, sich von der Regierung als menschliche Schutzschilde missbrauchen zu lassen. Die Angaben aus Syrien können kaum überprüft werden, da der Zugang für unabhängige Journalisten stark eingeschränkt ist.

Aleppo, die größte syrische Stadt, ist zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Baschar al-Assad umkämpft und praktisch geteilt. Die angegriffene Straße ist die letzte offene Verbindung für Assads Truppen. Seit Beginn des Volksaufstandes gegen den Machthaber, der sich zu einem Bürgerkrieg ausgewachsen hat, sind seit März 2011 rund 100.000 Menschen getötet worden.

Bei den Kämpfen sollen auch chemische Waffen eingesetzt worden sein. Beide Seiten werfen einander die Nutzung der Kampfstoffe vor. Zur Untersuchung der Vorwürfe traf der Chef der zuständigen UN-Untersuchungskommission, Ake Hellström, in Damaskus ein. Die ihn begleitende UN-Abrüstungschefin Angela Kane äußerte die Erwartung, dass der Besuch die Grundlagen für eine umfangreiche Untersuchung legen könne.

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Quelle: n-tv.de, rts

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