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Bürgerkrieg in Syrien Israel verstärkt militärische Präsenz an Grenze

Israel reagiert auf das Eingreifen der libanesischen Hisbollah-Miliz in den syrischen Bürgerkrieg an der Seite der Streitkräfte von Präsident Baschar al-Assad und verstärkt die militärische Präsenz entlang der Grenze zu Syrien.

Israel fürchtet, dass die unter anderem vom Iran unterstützten Islamisten damit auch erste Vorbereitungen für eine weitere Konfrontation mit dem jüdischen Staat treffen. Anlass zu diesen Sorgen habe Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah gegeben, der im Mai damit gedroht hatte, die Golanhöhen, die die Pufferzone zwischen Syrien und Israel bilden, möglicherweise in eine neue Front gegen Israel zu wandeln. "Seitdem wurden weitere israelische Armee-Kompanien hochgeschickt, mehr Panzer", sagte ein Angehöriger des israelischen Militärs. Auch ein modernes Überwachungssystem sei errichtet worden.

Dem Militärangehörigen zufolge sammelt die Hisbollah derzeit geheimdienstliche Informationen über das israelische Kontingent auf den strategisch wichtigen Golanhöhen. "Das ist nicht auf einem alarmierenden Niveau, aber wir wissen, was ihre Absichten sind", sagte die Person, die angesichts der sensiblen politischen Lage in der Region namentlich nicht genannt werden wollte.

Israel hat die Golanhöhen 1967 erobert und 1981 annektiert. Eine etwa 70 Kilometer lange Pufferzone trennt Israel und Syrien voneinander. Auf der syrischen Seite hat es seit Beginn des Aufstands gegen Assad vor mehr als zwei Jahren mehrfach Gefechte zwischen syrischen Soldaten und Rebellen gegeben. Dabei geriet auch die von Israel kontrollierte Seite des Golan unter Beschuss, woraufhin israelische Soldaten zurück schossen. Die Hisbollah bekämpfte Israel zuletzt direkt im Libanonkrieg von 2006.

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Quelle: n-tv.de, rts

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