Kurznachrichten

Mitarbeiter beklagen "Ausverkauf" Italien startet Privatisierung der Post

Italien hat am Montag die Teilprivatisierung der Post angestoßen. Investoren, Privatanleger und Mitarbeiter des Unternehmens können nun die insgesamt 453 Millionen Aktien zeichnen, die der Staat anbietet, wie das Post-Management und das italienische Wirtschaftsministerium mitteilten.

Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 22. Oktober, für die darauffolgende Woche ist der Börsengang geplant. Der Staat will sich von 38,2 Prozent der Anteile an der Post trennen und mit dem Erlös die Staatsschulden reduzieren.

"Heute ist ein sehr wichtiger Tag", sagte Fabrizio Pagani, im italienischen Wirtschaftsministerium für die Teilprivatisierung zuständig. Es gehe um "eine historische Privatisierung", die größte seit Ende der 90er Jahre. Der Generaldirektor der Post, Francesco Caio, berichtete bei einer Pressekonferenz in Mailand von großem Interesse internationaler Investoren. Während der Präsentation demonstrierten vor der Mailänder Börse etwa ein gutes Dutzend Post-Mitarbeiter. Sie beklagten einen "Ausverkauf" des Unternehmens.

Die italienische Post hat 143.000 Mitarbeiter. Neben der Briefzustellung ist sie auch in den Bereichen Logistik, Onlinehandel, Finanzen, Versicherungen und Mobiltelefonie aktiv.

Die italienische Regierung plant noch weitere Teilprivatisierungen. So sollen jeweils Anteile an der Flugsicherung Enav und dem Bahnunternehmen FS veräußert werden. Bereits im vergangenen Jahr waren Teile des Schiffbauers Fincantieri und des Telekommunikationsanbieters Rai Way an die Börse gegangen.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.