Kurznachrichten
Mittwoch, 27. Juli 2016

Kubanische Migranten wollen Richtung USA reisen: Kolumbianische Grenzstadt ruft Notstand aus

Im kolumbianischen Ort Turbo an der Grenze zu Panama ist wegen der prekären Situation Tausender Migranten ein öffentlicher Notstand ausgerufen worden.

Weil den örtlichen Behörden die Mittel fehlten, um die Menschen unterzubringen und zu versorgen, bat der Bürgermeister von Turbo, Alejandro Abuchar, die Staatsregierung um Hilfe. Die größtenteils aus Kuba stammenden Migranten harren an der seit Mai geschlossenen Grenze im Nordwesten Kolumbiens aus, in der Hoffnung, über Mittelamerika in die USA weiterreisen zu können.

Abuchar ordnete eine Zählung der Migranten an, deren Zahl auf mindestens 2000 geschätzt wird. Das Ergebnis werde er an die Regierung in Bogotá weitergeben, um gemeinsam eine Lösung der Krise zu finden, sagte er. Diese werde wahrscheinlich Abschiebung lauten, sagte der Chef von Kolumbiens Migrationsbehörde.

Der Bürgerbeauftragte der Region, William González, sprach von einer dramatischen Situation. Es sei eine große Herausforderung für eine kleine Gemeinde wie Turbo, Tausenden Menschen eine Grundversorgung zu bieten, zumal der Zuzug von Migranten weitergehe.

Quelle: n-tv.de

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