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"Stoppt den Straßentod" Kundgebung vor Bundesverkehrsministerium

Aktivisten mehrerer Verbände haben am Freitag Versäumnisse bei der Verkehrssicherheit angeprangert. Unter dem Motto "Stoppt den Straßentod" demonstrierten sie vor dem Bundesverkehrsministerium "für eine Verkehrspolitik, die alle am Leben lässt".

Beteiligt waren der umweltorientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) und die Organisationen Changing Cities sowie das Personenbündnis Mahnmahl für die Verkehrstoten. Die Demonstranten legten sich für fünf Schweigeminuten vor das Ministerium. Anschließend zogen sie ihre Körperumrisse mit Kreide nach. Zudem wurde ein symbolisches Mahnmal für die mehr als 700.000 Menschen aufgestellt, die seit 1949 in Deutschland im Straßenverkehr getötet wurden.

"Alle Menschen haben ein Recht auf sichere Mobilität", erklärte Kerstin Leutloff von Changing Cities. Der VCD-Experte Michael Müller-Görnert kritisierte, dass das Sterben auf den Straßen einfach hingenommen werde, auch von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Er sprach von "unverantwortlichem Nicht-Handeln".

Konkret fordern die Verbände für mehr Verkehrssicherheit, Lkw ohne Abbiegeassistenten im Stadtverkehr zu verbieten. Auf Autobahnen sollte es ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern geben, auf Landstraßen von 80 Stundenkilometern und innerorts von 30 Stundenkilometern. Darüber hinaus müssten Radwege massiv ausgebaut, grüne Ampelphasen für Fußgänger verlängert und Kreuzungsbereiche für Fußgänger und Radfahrer sicherer werden.

Quelle: n-tv.de, AFP

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