Kurznachrichten

"Keinen blassen Dunst" Lehrerverband kritisiert Pläne für Schulunterricht im Freien

Der Deutsche Lehrerverband hat Vorschläge für mehr Unterricht im Freien zurückgewiesen.

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(Foto: dpa)

"Wer tatsächlich meint, man könne Schulen auch bei hohen Inzidenzen weiter offen halten, indem man den Unterricht ins Freie verlagert, hat vom Schulbetrieb und seinen Rahmenbedingungen und organisatorischen Herausforderungen wenig Ahnung, um nicht zu sagen keinen blassen Dunst", sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur.

Mehrere Politiker hatten sich für mehr Unterricht unter freiem Himmel ausgesprochen. "Unterricht im Freien oder die weitere Reduzierung der Lerngruppengrößen sind zu durchdenken, bevor Schulen geschlossen werden", sagte der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg, der "Bild"-Zeitung (Montag). Auch die FDP-Politikerin Katja Suding, Bärbel Bas von der SPD sowie der Grünen-Abgeordnete Janosch Dahmen warben dafür.

Meidinger sprach von Raumproblemen. Die meisten Pausenhöfe böten bei den geltenden Abstandsregeln höchstens Platz für ein Drittel der Schüler. Zudem gebe es fast nirgends eine Überdachung. Bei Aprilwetter müssten jede Stunde Hunderte Stühle und Tische rein- und rausgetragen werden. Außerdem müsse dann auf die Nutzung moderner Medien und Digitaltechnik verzichtet werden. Eine Übertragung an Schüler zuhause sei damit ausgeschlossen.

"Klar kann man mal bei schönem Wetter mit einer Klasse ins Freie gehen", sagte der Lehrerfunktionär. "Aber bei 20 Klassen hört das ganz schnell auf."

Quelle: ntv.de, dpa

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