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Kauf von Militärfahrzeugen geplant Litauen will sich mit "Boxer" ausrüsten

Für das voraussichtlich größte Rüstungsgeschäft seiner Geschichte hat das baltische Nato-Land Litauen auch deutsche Radschützenpanzer in die engere Auswahl genommen. Demnach ist das Transportfahrzeug "Boxer" der Rüstungsfirmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall einer von drei aussichtsreichen Kandidaten. Das sagte Verteidigungsminister Juozas Olekas der Agentur BNS.

Die anderen Bewerber seien "Stryker" (USA) und "Piranha V" (Schweiz). Das offizielle Auftragsvolumen ist nicht bekannt. Litauen hat nach früheren Angaben von Olekas etwa 500 Millionen Euro für den Kauf eingeplant. Insgesamt prüft das Land die Angebote von zehn Firmen. Über mögliche Verhandlungen soll Ende November entscheiden werden.

Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad (Königsberg) und sorgt sich angesichts der Ukraine-Krise um seine Sicherheit. Die Ex-Sowjetrepublik hat daher die Wehrpflicht wiedereingeführt und rüstet ihre Streitkräfte massiv auf. Mit dem Nato-Partner Deutschland einigte sich die Regierung in Vilnius im September auf den Kauf von 21 Panzerhaubitzen aus Beständen der Bundeswehr.

Quelle: n-tv.de, dpa

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