Kurznachrichten
Freitag, 09. November 2018

Ein Login für mehrere Websites: Login-Plattform NetID offiziell gestartet

Der europäische Login-Standard NetID ist seit Donnerstag mit 60 Partner-Websites verfügbar. Auf den Seiten etwa von Merkur.de, TV-Senderportalen wie sat1.de oder kabeleins.de sowie bei dem Online-Mode-Shop Calida können sich Nutzer mit einem einheitlichen Account anmelden.

Das Angebot versteht sich als Konkurrenz zu amerikanischen Plattformen - Facebook, Google und Twitter etwa bieten ihren Nutzern schon lange die Möglichkeit an, sich mit ihren Account-Daten auf verschiedenen Seiten anmelden zu können.

"Wir freuen uns, dass zum Start bereits 60 Internet-Angebote aus den Bereichen Information, Unterhaltung und E-Commerce mit dem netID-Login nutzbar sind", sagt Sven Bornemann, Vorstandsvorsitzender der European netID Foundation. "Dieses Angebot werden wir nun gemeinsam mit den Partnern, die wir in den letzten Wochen gewonnen haben, zügig ausbauen." Rund 35 Millionen Internet-Nutzer könnten sich mit ihren bestehenden Web.de-, GMX- und 7Pass-Accounts ab sofort anmelden, hieß es. Mit einer beliebigen Mail-Adresse könne man sich aber auch auf jeder Partnerseite oder auf netid.de registrieren.

Hinter der NetID-Plattform, die schon seit längerem in Planung war, stehen die Medienunternehmen ProSiebenSat.1 und RTL sowie United Internet mit seinen Marken GMX und web.de. Ein deutscher Konkurrent ist der Login-Dienst Verimi mit Partnern wie der Deutschen Bahn, der Deutschen Telekom, Volkswagen, Lufthansa und dem Medienunternehmen Axel Springer. Die deutschen Anbieter wollen damit die Hoheit über die Daten im Netz nicht der amerikanischen Konkurrenz überlassen und werben zugleich mit einer transparenten Datennutzung.

Mit der Einführung eines gemeinsamen Log-in-Standards sollen Verbraucher eine Art Generalschlüssel für das Internet bekommen. Nutzer können dabei mit denselben Log-in-Daten auf verschiedene Online-Angebote zugreifen, ohne sich für alle Dienste unterschiedliche Benutzernamen und Passwörter merken zu müssen.

Quelle: n-tv.de

Aktuelle Nachrichtenthemen