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Minister warnt vor Übertreibung Mehr Coronavirus-Infizierte in Italien

Die Zahl der mit dem neuen Coronavirus Infizierten in Italien steigt trotz aller Eindämmungsmaßnahmen weiter. Mittlerweile seien 528 Menschen positiv getestet worden, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Donnerstag in Rom. Am Vorabend waren es rund 400 Infizierte.

Die gute Nachricht sei aber, dass Dutzende wieder genesen seien. Die Zahl der Toten liegt nach seinen Angaben bei 14 (Vorabend 12) - diese Zahl sei aber noch nicht definitiv bestätigt. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor in der nördlichen Lombardei, gefolgt von Venetien und Emilia-Romagna.

Außenminister Luigi Di Maio warnte davor, die Gefahren durch den Virusausbruch zu übertreiben. Nur etwa 0,1 Prozent der gut 7900 Gemeinden in Italien seien wegen der Virus-Quarantäne gesperrt. Auf das Gebiet des Mittelmeerlandes bezogen seien 0,05 Prozent der Fläche betroffen - und zwar in den Regionen Lombardei und Venetien. Er hob hervor, dass der Tourismus bereits erheblich unter der Angst vor Ansteckung leide. Di Maio trat mit Gesundheitsminister Roberto Speranza und zwei Wissenschaftlern vor die Auslandspresse in der italienischen Hauptstadt. Die Regierung habe von Anfang an offen über den Verlauf der Infektionen informiert. "Die Transparenz ist der Maßstab für die Verlässlichkeit eines Landes." Und weiter: "Italien ist ein vertrauenswürdiges Land."

Es gebe nach dem bisherigen Stand nur zwei Infektionsherde in Italien, von denen die anderen Fälle vermutlich ausgegangen seien. Möglich sei auch, dass diese zwei Herde in Norditalien eine Verbindung hätten. "Es gibt keine neuen Herde, das ist das Wichtige", sagte Di Maio.

Quelle: ntv.de, dpa

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