Mehr Kontrollen gegen SchwarzarbeitZoll überprüft 2025 rund 25.800 Arbeitgeber

Der Zoll hat im vergangenen Jahr mehr Arbeitgeber kontrolliert.
2025 überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls rund 25.800 Arbeitgeber und damit rund 500 mehr als im Vorjahr, wie aus ihrer am Freitag vorgestellten Jahresbilanz hervorging. Sie leitete rund 98.200 Strafverfahren und 52.100 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein - mehr als 2024. Auch seien mehr Verfahren abgeschlossen worden.
"Die Ermittlungen führten zu Freiheitsstrafen von knapp 1200 Jahren und deckten einen Schaden in einer Gesamthöhe von insgesamt rund 675 Millionen Euro auf", erklärte die FKS. Die Schadenssumme setze sich aus nicht gezahlten Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen und weiteren Schäden wie nicht gezahlten Mindestlöhnen oder unrechtmäßig erhaltenen Sozialleistungen zusammen.
Schwerpunkt- und Sonderprüfungen führte die FKS nach eigenen Angaben 2025 unter anderem im Baugewerbe, Hotel- und Gaststättengewerbe, Sicherheitsgewerbe, der Friseur- und Kosmetikbranche sowie im Taxi- und Mietwagengewerbe aus. Die Bundesregierung hatte die Befugnisse der FKS im vergangenen Jahr mit einem Gesetz erweitert. Die Friseur- und Kosmetikbranche wurden in den Katalog der von Schwarzarbeit besonders betroffenen Branchen aufgenommen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bezeichnete den Kampf gegen Schwarzarbeit am Freitag als "Frage der Gerechtigkeit". "Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland zahlt faire Löhne und sorgt mit Steuern und Abgaben dafür, dass unser Land funktioniert. Aber es gibt auch Kriminelle, gegen die wir hart vorgehen."