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Kritik im ARD-SommerinterviewMerz nennt Israels Vorgehen im Gazastreifen "nicht akzeptabel"

14.07.2025, 08:42 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Bundeskanzler Friedrich Merz hat das Vorgehen Israels im Gazastreifen als "nicht akzeptabel" kritisiert. "Mir gefällt das, was die israelische Regierung im Gazastreifen tut, schon seit vielen Wochen nicht mehr", sagte Merz am Sonntag im ARD-"Sommerinterview". Er habe dies mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mehrfach besprochen.

"Ich hoffe, dass wir Europäer zusammen mit den Amerikanern eine Lösung herbeiführen können, die am Ende auch in eine Zweistaatenlösung übergeht", fügte Merz hinzu. Netanjahu lehnt die Schaffung eines eigenständigen palästinensischen Staates neben Israel allerdings entschieden ab. "Die Palästinenser haben den Anspruch darauf, auch einen Platz zu haben, wo sie leben können", betonte Merz. "Und so wie das zurzeit im Gazastreifen geschieht, ist das nicht akzeptabel."

Den Krieg im Gazastreifen hatten die radikalislamische Hamas und mit ihr verbündete Kämpfer mit ihrem Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1210 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Als Reaktion geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden, die von unabhängiger Seite nicht überprüft werden können, bislang mehr als 58.000 Menschen getötet.

Israel setzte seine Angriffe auch am Wochenende fort. Der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz warf der israelischen Armee vor, bei Luftangriffen im Gazastreifen am Sonntag mindestens 43 Menschen getötet zu haben.

Quelle: ntv.de, AFP

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