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Fußball EU Ministerium: Mikroplastik-Verbot für Kunstrasen nicht fix

Berlin (dpa) - Die Warnung vor dem möglichen Aus für Kunstrasenplätze mit Mikroplastik wegen eines Verbots in der EU kommt aus Sicht des Bundesumweltministeriums zu früh.«Ob die EU-Kommission ein Verbot von Plastik-Einstreumaterial für Kunstrasensportplätze vorschlagen wird, steht noch längst nicht fest», teilte ein Sprecher von Ministerin Svenja Schulze (SPD) mit.

Die Europäische Chemikalienagentur (Echa) sei erst in einer frühen Phase der Meinungsbildung zum Thema Mikroplastik und sammele Informationen und Einschätzungen zum Thema ein, heißt es aus dem Ministerium. Es gehe um den Neueintrag oder das Nachfüllen von Kunststoffgranulat, nicht um den Abriss von Sportplätzen. Zudem stehe nicht der Kunstrasen selbst im Fokus, sondern nur Granulat, für das es offenbar schon Alternativen gebe.

Der auch für den Sport zuständige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich für eine Übergangsfrist von sechs Jahren für bestehende Kunstrasenplätze einsetzen, sollte es ab 2022 ein Verbot geben. In einem Interview der «Welt am Sonntag» warb er «für einen vernünftigen Ausgleich zwischen Umweltschutz und den berechtigten Interessen des Sports. Viele Tausend Sportanlagen in deutschen Kommunen wären sonst von der Schließung bedroht». Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beschäftigen sich intensiv mit der Problematik, mit der sich auch die deutsche Politik schon länger befasst.

In Deutschland gibt es nach Verbandsangaben mehr als 6000 Kunstrasenplätze. Vor allem für den ganzjährigen Trainingsbetrieb der Vereine mit vielen Mannschaften unterschiedlicher Altersklassen sind sie lebensnotwendig.

Quelle: n-tv.de

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