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Verdi übt scharfe Kritik Modehaus Esprit will bis zu 1100 Arbeitsplätze streichen

Der Textilkonzern Esprit will in Deutschland Dutzende Filialen schließen und 1100 Stellen streichen. Insgesamt sollen nach Unternehmensangaben "etwa 50 Stores" bis voraussichtlich Ende November 2020 geschlossen werden.

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(Foto: REUTERS)

Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Donnerstag mitteilte, stehen 44 der bundesweit 94 Filialen vor dem Aus. Verdi kritisierte den Konzern "aufs Schärfste". Nicht erst seit der Corona-Krise sei Esprit schlecht aufgestellt. Die Geschäftsführung habe "zwei Jahrzehnte lang verschlafen, sich im digitalen Zeitalter rechtzeitig so aufzustellen, dass die verschiedensten Vertriebskanäle miteinander gut verzahnt und abgestimmt werden und sich so gegenseitig verstärken", erklärte der für den Einzelhandel zuständige Verdi-Bundesfachgruppenleiter Orhan Akman.

Der Arbeitgeber sei nun aufgefordert, Verantwortung für alle Beschäftigten zu tragen und bestmögliche Lösungen für die von Kündigung bedrohten Mitarbeiter zu vereinbaren. "Dazu gehört auch die Möglichkeit einer Transfergesellschaft, in der die Betroffenen aufgefangen, qualifiziert und weitervermittelt werden", forderte Akman.

Quelle: ntv.de, AFP

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