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Mittwoch, 03. Januar 2018

Geistlicher in USA verstorben: Mormonen-Präsident Monson ist tot

Der Präsident der Mormonen-Kirche, Thomas Monson, ist tot. Er sei im Alter von 90 Jahren infolge hohen Alters in seinem Haus in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah gestorben, teilte die Kirche mit. Eine offizielle Benennung eines Nachfolgers sei nicht vor der Beisetzung Monsons zu erwarten.

Die Konfessionsgruppe "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" hat nach eingenen Angaben weltweit mehr als 16 Millionen Mitglieder. Monson war 1963 im Alter von 36 Jahren in den Führungskreis der Mormonen aufgerückt. 2008 war er als Nachfolger von Gordon Hinckley zum 16. Präsidenten der Kirche gewählt worden.

In seiner Einführungsrede hatte er erklärt, die bisherige enge Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Glaubensrichtungen weiterführen zu wollen. Als Schwerpunkt seiner Glaubensarbeit nannte er die Linderung der Lage von Armen und Benachteiligten, die er während der Zeit der Großen Depression Ende der 20er Jahre in den USA kennengelernt hätte.

Während seiner Amtszeit als Präsident sei die Zahl der Mitglieder der Kirche in aller Welt von 13 Millionen auf über 16 Millionen angestigen, teilte die Kirche mit. Außerdem seien Dutzende neuer Tempel in der ganzen Welt angekündigt und geweiht worden.

Die Mormonen-Kirche versteht ihren Glauben als eine von Gott veranlasste Wiederherstellung der Kirche, die ursprünglich durch Jesus Christus gestiftet wurde. Ein prominentes Mitglied ist der ehemalige republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney.

Quelle: n-tv.de

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