Kurznachrichten

"Kein Kampf der Kulturen" Muslime in Deutschland ähnlich religiös wie Protestanten

Einer neuen Integrationsstudie zufolge sind die in Deutschland lebenden Muslime ähnlich stark religiös wie die Protestanten im Land. Jeweils 49 Prozent stufen sich als "durchschnittlich religiös" ein, wie aus einer Studie im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung hervorgeht.

22 Prozent der Evangelischen und 23 Prozent der Muslime stufen sich als "stark religiös" ein, bei den Katholiken sind das immerhin fast ein Drittel (31) Prozent. Als "schwach religiös" betrachten sich jeweils 20 Prozent der Muslime und Katholiken und 28 Prozent der Protestanten.

56 Prozent der für die Studie befragten Muslime stimmten der Aussage zu, die Lehre des Islam müsse an die Bedingungen der modernen Welt angepasst werden. Befragt wurden insgesamt rund 3.000 Menschen ab 18 Jahren, davon jeweils 1.000 Deutsche ohne und mit Migrationshintergrund sowie in Deutschland lebende Ausländer. 362 der Befragten waren Muslime.

Die Befragung fand Anfang 2015 und damit vor dem großen Andrang von Flüchtlingen statt. Kanzleramtschef Peter Altmaier schlussfolgerte aus der Studie, dass man es anders als teilweise öffentlich wahrgenommen "nicht mit einem Kampf der Religionen und Kulturen zu tun" habe.

Muslime, die länger in Deutschland lebten, passten sich im religiösen Verhalten der Mehrheitsgesellschaft an. Dass viele von ihnen sagten, der Islam müsse sich erneuern, sei ein "ermutigendes Zeichen", sagte Altmaier.

Quelle: ntv.de, epd

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