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Diskriminierung von Muslimen Nationalistischer buddhistischer Organisation droht Ärger

In Myanmar droht einer nationalistischen Mönchs-Organisation nach zwei Jahren voller Hasskampagnen gegen Muslime die Auflösung. Die Organisation, bekannt unter der Abkürzung Ma Ba Ta, sei illegal, berichteten die staatlichen Zeitungen unter Berufung auf den von der Regierung berufenen Rat zur Aufsicht über das buddhistische Mönchswesen.

Ma Ba Ta hat unter anderem diskriminierende Gesetze gegen Muslime durchgesetzt und zum Boykott gegen muslimische Geschäfte aufgerufen. Nur rund vier Prozent der Einwohner des mehrheitlich buddistischen Landes in Südostasien sind Muslime. Unter den etwa 50 Millionen Einwohnern sind vor allem die gut eine Million Rohingya ausgegrenzt.

Der Staat betrachtet die teils seit Generationen im Land lebende muslimische Minderheit als illegale Einwanderer aus dem Nachbarland Bangladesch und verweigert ihnen die Staatsangehörigkeit. Die überwiegende Mehrheit der Buddhisten steht hinter dieser Politik.

Seit April ist eine Regierung mit Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi als Führungsfigur an der Macht. Menschenrechtler haben sie aufgerufen, die Diskriminierung gegen die Rohingya zu beenden. Nach Informationen der "Myanmar Times" wollen die ranghöchsten Mönche bis Mitte Juli entscheiden, ob Ma Ba Ta aufgelöst werden muss.

Quelle: n-tv.de, dpa

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