Kurznachrichten

Werkschließung in Indonesien Osram knipst das Licht aus

Die Siemens-Lichttochter Osram treibt ihren Umbau des Geschäfts weg von traditionellen Glühlampen hin zu halbleiterbasierten Lichtquellen wie LED voran.

Im Zuge dessen wird der Produktionsstandort im indonesischen Tangerang bis spätestens Ende des Jahres geschlossen. Dort stellen derzeit 1.100 Mitarbeiter traditionelle Produkte, vor allem Glühlampen, her. Osram wird dann nur noch über eine Vertriebsgesellschaft in dem Inselstaat verfügen.

Die Schließung ist Teil des 2012 eingeleiteten Kapazitätsumbaus, mit dem Osram die Kosten bis 2015 um rund 1 Milliarde Euro drücken will. Dazu werden 8.000 Mitarbeiter weltweit abgebaut. Der Großteil der Stellen soll im Ausland wegfallen, mehr als die Hälfte davon durch Werksverkäufe. Umgekehrt baut Osram im LED-Bereich Kapazitäten auf.

Osram soll nach den Plänen der Konzernmutter Siemens abgespalten und im Juli an die Börse gebracht werden. Siemens will dann nur noch eine Minderheitsbeteiligung halten. Die Siemens-Aktionäre bekommen für je zehn Aktien eine Osram-Aktie ins Depot gebucht, erhalten zunächst aber eine Verlustbringer. Die Lichttochter steckte 2012 im dreistelligen Millionenbereich in den Miesen. 2013 soll der Verlust zumindest geringer ausfallen.

"Ich denke, dass Osram zumindest über die kommenden zwei bis drei Jahre einen Wettbewerbsvorteil durch die Qualität der LED-Chips hat", sagte Baader-Analyst Hollfelder. Für einen längeren Zeitraum sehen die Experten aufgrund des harten Preiskampfs düstere Zeiten auf Osram zukommen.

Quelle: ntv.de, rts, DJ

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.