Kurznachrichten

Trotz Sicherheitsbedenken Papst Franziskus beginnt Reise in den Irak

Trotz großer Sicherheitsbedenken ist Papst Franziskus am Freitag zu einem mehrtägigen Besuch im Irak aufgebrochen. "Das ist eine symbolträchtige Reise und eine Verpflichtung gegenüber einem Land, das über so viele Jahre gepeinigt worden ist", sagte der 84-Jährige vor seinem Abflug in Rom.

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(Foto: dpa)

Franziskus will in vier Tagen vier Städte in dem Land besuchen, in dem zuletzt Raketenangriffe und Selbstmordanschläge auf zivile und militärische Ziele wieder zunahmen. Per Flugzeug, Hubschrauber und wohl auch in gepanzerten Fahrzeugen will er in Gegenden unterwegs sein, die für andere ausländische Würdenträger aus Sicherheitsgründen tabu sind. Die irakische Regierung setzt tausende zusätzliche Kräfte zu seinem Schutz ein. Franziskus reist mit engen Mitarbeitern, eigenem Sicherheitspersonal und 75 Journalisten an. Die Vorbereitungen des Besuchs wurden durch die Coronavirus-Pandemie erschwert, die auch im Irak um sich greift.

Es ist der erste Besuch eines Papstes im Irak, wo die christliche Gemeinde angesichts der Angriffe radikalislamischer Kräfte gegen Minderheiten von einst 1,5 Millionen auf 300.000 Menschen geschrumpft ist. Mehrere militante Gruppen hatten im Vorfeld einen Besuch als Einmischung in innerirakische Angelegenheiten bezeichnet und abgelehnt. Viele Iraker heißen Franziskus dennoch willkommen. "Das wird zwar im Alltag nicht viel ändern", sagte etwa der 30-jährige Ali Hassan aus der Hauptstadt Bagdad. "Aber die Menschen werden unser Land angesichts des Besuchs in einem anderen Licht sehen, nicht nur in einem von Bomben und Krieg."

Quelle: ntv.de, RTS

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