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321.000 Plätze benötigt Pflegeheim-Report: Stationäre Pflege muss ausgebaut werden

In Deutschland müssen einer Studie zufolge in den kommenden 15 Jahren bis zu 80 Milliarden Euro in den Ausbau der stationären Pflege gesteckt werden, um ausreichend Heimplätze zu schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt der unter anderem vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung erstellte Pflegeheim-Rating-Report, wie das "Handelsblatt" berichtete.

Nach den Hochrechnungen der Experten wird demnach die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit 2,6 Millionen bis zum Jahr 2030 um ein Drittel auf 3,5 Millionen Menschen steigen. Um diese angemessen versorgen zu können, würden bis zu 321.000 neue Pflegeplätze gebraucht. Gleichzeitig würden allein in der stationären Pflege bis zu 245.000 zusätzliche Stellen benötigt.

Wirtschaftlich stehen die Pflegeheime der Untersuchung zufolge derzeit gut da: Knapp drei Viertel, 72 Prozent haben demnach eine sehr gute Bonität, nur bei sieben Prozent der Heime besteht eine erhöhte Insolvenzgefahr. Für die Studie, die das RWI zusammen mit der Philips GmbH und dem Institute for Healthcare Business erstellte, wurden 469 Jahresabschlüsse ausgewertet, die insgesamt 2252 Pflegeheime umfassen.

Quelle: ntv.de, AFP

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