Kurznachrichten

Proteste gegen Homosexuellen-Parade Radikale drohen mit Gewalt

Vor drei Jahren kommt es bei einem Homosexuellen-Umzug in Belgrad zu schweren Ausschreitungen von Extremisten. Und auch dieses Jahr nehmen nicht nur Rechtsextreme, sondern auch die Kirche Stellung gegen die Veranstaltung.

Nach den Nationalisten und Rechtsextremisten hat jetzt auch die Serbisch-Orthodoxe Kirche gegen die an diesem Samstag in Belgrad geplante Homosexuellen-Parade Stellung bezogen. Der Umzug "bedroht die Ehe und die Familien, die planmäßig zerstört werden", sagte Patriarch Irinej dem Wochenmagazin "Nedeljnik". Radikale Gruppen hatten angekündigt, sie wollten die Parade mit Gewalt verhindern.

Vor drei Jahren hatten Extremisten die Innenstadt demoliert und Geschäfte geplündert, nachdem rund 5000 Polizisten einige wenige hundert Schwule und Lesben auf ihrem kurzen Umzug geschützt hatten. Seitdem war die Parade von der Polizei verboten worden. Eine Entscheidung, ob sie in diesem Jahr stattfinden darf, soll erst 24 Stunden vor Beginn der geplanten Veranstaltung fallen. Die EU, mit der Serbien im Januar Beitrittsverhandlungen beginnen will, drängt die Behörden, den Umzug zuzulassen.

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Quelle: n-tv.de

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