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Verteidigung "heiliger Symbole" Rat der Muslimischen Weisen kündigt juristische Schritte gegen "Charlie Hebdo" an

Der Rat der Muslimischen Weisen, der seinen Sitz in Abu Dhabi hat, will gegen die in Frankreich erscheinende Satirezeitung "Charlie Hebdo" und gegen "alle, die den Islam beleidigen", juristische Schritte einleiten.

Mit dieser Aufgabe solle ein Rat aus international tätigen Juristen beauftragt werden, teilte das Gremium in der Nacht zum Dienstag über eine Twitter-Nachricht der angesehenen islamischen wissenschaftlichen Institution Al Ashar in Kairo mit.

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(Foto: imago images/Hans Lucas)

Im Rat der Muslimischen Weisen, in dem muslimische Würdenträger aus mehreren Ländern vertreten sind, hat der Große Imam von Al Ashar den Vorsitz. Die juristischen Schritte sollen den Angaben zufolge auf alle ausgeweitet werden, die die "heiligen Symbole" des Islam verletzen. Die Meinungsfreiheit müsse dort ihre Grenzen finden, wo Religionen zum Spielball politischer Kräfte und von "Wahlkampfpropaganda" würden, erklärte der Rat der Muslimischen Weisen.

Die Ankündigung erfolgte vor dem Hintergrund der Erklärung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, sein Land werde das Recht zur Veröffentlichung von Karikaturen des muslimischen Propheten Mohammed nicht aufgeben. Macron hatte dies bei einer Trauerrede für den Geschichtslehrer Samuel Paty gesagt, der am 16. Oktober bei Paris von einem islamischen Extremisten enthauptet worden war. Paty hatte Mohammed-Karikaturen in seinen Unterricht zur Meinungsfreiheit einbezogen. Der Islam verbietet die Darstellung des Propheten. Die Erklärungen Macrons riefen in zahlreichen muslimischen Ländern Proteste und Aufrufe zum Boykott französischer Waren hervor.

Quelle: ntv.de, AFP

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