Kurznachrichten

Zum dritten Mal in Folge Reproduktionszahl in Berlin erneut relativ hoch

Die Entwicklung der Corona-Ansteckungsrate in der Hauptstadt muss nach Einschätzung von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci in den nächsten Tagen genau beobachtet werden.

Dass die sogenannte Reproduktionszahl nun bei 1,37 und damit zum dritten Mal in Folge über dem Wert von 1,2 liege, könne ein Indiz für einen Trendwechsel bei den Neuinfektionen sein, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Man müsse nun schauen, ob sich Werte in dieser Höhe verfestigten. Die Entwicklung sei wegen möglicher Schwankungen bei niedrigen Infektionszahlen aber mit Vorsicht zu genießen, sagte Kalayci.

Die Zahl der bekannten Corona-Fälle in Berlin war von Samstag auf Sonntag um nur fünf auf 6641 gestiegen. Der R-Wert zeigt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Er bezieht sich auf Infektionen vor 8 bis 13 Tagen.

Berlin hat zur Bewertung der Infektionslage ein Ampelsystem. Die Reproduktionszahl ist dabei einer von drei Indikatoren: Liegt der R-Wert mindestens drei Mal in Folge über 1,2, zeigt diese Ampel Rot. Die beiden anderen Ampeln - für Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl und Intensivbettenkapazität - seien derzeit allerdings deutlich unterhalb der gelben Linie, erklärte Kalayci.

Quelle: ntv.de, dpa

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