Kurznachrichten

Konsequenz aus Brexit Schottlands Regierungschefin setzt auf Abspaltung von Großbritannien

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon rechnet mit einer Abspaltung ihres Landes von Großbritannien als Konsequenz aus dem Brexit.

"Ich würde vorhersagen, dass Schottland in den nächsten Jahren unabhängig wird und zu einem unabhängigen Mitglied der EU wird", sagte die Vorsitzende der nationalistischen Partei SNP am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bei einem Besuch in Berlin. Sie sprach sich für ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum schon im nächsten Jahr aus. Damit solle es Schottland ermöglicht werden, auch nach dem EU-Ausstieg Großbritanniens Mitglied der Europäischen Union zu bleiben.

Vor fünf Jahren hatten sich die Schotten bei einem Referendum mit knapper Mehrheit gegen einen Ausstieg aus dem Vereinigten Königreich ausgesprochen, dem neben Schottland und England auch Wales und Nordirland angehören. Zwei Jahre später votierte eine Mehrheit der Schotten gegen den Brexit. Knapp 52 Prozent aller Wähler in Großbritannien waren aber dafür.

Der Austritt aus der EU ist nun für den 31. Oktober geplant. Premierminister Boris Johnson will den Brexit notfalls ohne Abkommen vollziehen, wenn die EU nicht auf seine Forderungen eingeht.

Quelle: n-tv.de, dpa

Newsticker